Qualität des Leitungswassers

wasserhahn-leitungswasserDie Frage, ob Leitungswasser bedenkenlos zum Verzehr geeignet ist, wird ganz unterschiedlich beantwortet. Die Qualität des Wasser kann zudem von Region zu Region stark variieren. Auch wenn in Deutschland so gut wie keine Gefahr einer Belastung ausgeht, so kann das Leitungswasser dennoch nicht als hochwertig angesehen werden. Weitere Informationen im Artikel Trinkwasser als Lebensmittel.

Ist Leitungswasser ungesund?

Diese Frage kann pauschal nicht beantwortet werden. Die Qualität des deutschen Leitungswasser ist in jedem Fall sehr hoch und streng kontrolliert. Es eignet sich bedenkenlos zum Kochen und Trinken. Das Wasser an sich ist somit nicht minderwertig oder ungesund. Was die Qualität des Leitungswassers jedoch herabsetzen kann, sind die Leitungen, in denen es transportiert wird. Ein veraltetes Leitungssystem, wie es beispielsweise in vielen Berliner Altbauten vorkommt, kann jede Menge Bakterien, Bleireste oder Rost enthalten. Auf diese Weise kann selbst das kontrollierteste Wasser auf den letzten Metern durch die Wohnungsleitung „verunreinigt werden“.
Ein weiterer Aspekt bezieht sich auf den Nährstoffgehalt. Durch den Reinigungsprozess kommt Leitungswasser mit Chlor und Kalk in Kontakt. Je mehr Menschen in einem Wohngebiet wohnen, desto öfter muss das Wasser gereinigt werden. Dies führt vor allem dazu, dass Leitungswasser kaum oder keine Nährstoffe mehr enthält. Im Gegensatz zu natürlichem Mineral, ist Leitungswasser lediglich als Wasserquelle, aber nicht als Vitamin- und Mineralienlieferant anzusehen.

Unfälle mit wassergefährdenden Stoffen 2007

Unfälle mit wassergefährdenden Stoffen 2007

Wasserfilter und Schadstoffe

Wasser AbflussWer auf Leitungswasser nicht verzichten möchte, kann es vor dem Verzehr filtern. So können Chemikalienreste, Kalk, Bakterien und andere Schadstoffe, die aus der Kläranlage oder den Leitungen kommen, gefiltert werden. Für den privaten Gebrauch gibt es unterschiedliche Filtermöglichkeiten. Neben aufwendigen Anlagen, die im Keller oder unter dem Waschbecken installiert werden, können auch einfache Kannenfilter verwendet werden. Bei Letzterem bezieht sich die Filterung vor allem auf Kalk und Magnesium. Hier ist es wichtig, die Filterkartuschen regelmäßig zu erneuern. Sonst können sich unter Umständen Bakterien vermehren und das Leitungswasser noch mehr belasten als ohnehin schon.

Regenwasser-Filterung mittels einer Zisterne

Die Wasseraufbereitung mittels einer Zisterne für die Nutzung als Trinkwasser sollte genau geprüft werden. Häufig ist das Wasser innerhalb der Zisterne von geringer Qualität und kann sogar schadhaft für den Menschen sein. Dazu bei tragen Pflanzenreste, Tier-Kot sowie diverse Bakterien und Keime. Das Wasser kann somit auch faulen und entspricht ohne boherige Wasseraufbereitung und Filterung nicht den Anforderungen der Trinkwasserverordnung (frei von Krankheitserregern, geschmacklich neutral und kühl, farblos und geruchlos, nicht gesundheitsschädigend).