Leitungswasser mal anders – „Infusionen“ peppen Wasser geschmacklich auf



Wasser ist das Lebenselixier des Menschen. Eine ausreichende Wasserzufuhr ist wichtig, um den Stoffwechsel zu aktivieren und kann dabei helfen, Übergewicht vorzubeugen. Trinkt man jedoch nur Wasser, kann das früher oder später langweilig werden. Statt auf ungesunde Softdrinks oder zuckerhaltige Säfte umzusteigen, helfen sogenannte „Infusionen“ (im Englischen: Infused Water) dabei, das Wasser etwas aufzupeppen und wieder mehr davon zu trinken. Dabei wird das Wasser einfach mit Obst, Kräutern, Gewürzen und Gemüse versetzt, um ihm ein leichtes Aroma zu verleihen.

Leitungswasser ist gesund und wichtig für den menschlichen Organismus

Das wichtigste Lebensmittel des Menschen ist kalorienfrei und preiswert: Wasser. Fast überall in Deutschland kann dabei auf Leitungswasser zurückgegriffen werden, denn laut der Stiftung Warentest ist deutsches Leitungswasser sogar besser als Mineralwasser. Dennoch kommt Wasser in der Ernährung vieler Menschen nach wie vor zu kurz. Die meisten Deutschen achten nicht in ausreichender Weise auf ihr Trinkverhalten. Schon als Kinder hören wir immer wieder den Satz „Du musst mehr trinken“ – und obwohl die Eltern damit prinzipiell recht haben, halten sie sich oft selber nicht daran. Zudem wird sehr häufig das falsche Getränk konsumiert: Statt Wasser trinken viele Deutsche zwischen den Mahlzeiten Softdrinks und Fruchtsäfte. Damit führen sie ihrem Körper dauerhaft neue Kalorien zu, sodass er nie seine Reserven aufbrauchen muss. Auf diese Weise entsteht leicht Übergewicht. Trinkt man hingegen Wasser statt Softdrinks, kann man Übergewicht vorbeugen.

Des Weiteren hat das kühle Nass noch einen weiteren Vorteil: Es ist viel preiswerter als gesüßte Getränke. Dabei ist es nicht notwendig, Mineralwasser in abgefüllten Flaschen im Supermarkt zu kaufen, denn die Qualität des Leitungswassers ist in Deutschland gut. Das ändert jedoch nichts daran, dass die meisten Menschen das Wassertrinken über den Tag schlicht und einfach vergessen. Mit verschiedenen Tricks erinnern sie sich selbst daran, sei es durch das Bereitstellen einer Wasserflasche oder mit Erinnerungs-Apps. All das wird die Trinkmenge jedoch nicht erhöhen, wenn man den neutralen Wassergeschmack nicht mag oder nach dem x-ten Glas einfach zu fad findet. Und auch Kräuter- oder Früchtetees sind nicht jedermanns Geschmack. Welche Alternativen gibt es also, damit das Wasser besser schmeckt und man sich selbst dazu animieren kann, mehr zu trinken?

„Infusionen“ sind der Dauerbrenner unter Wassertrinkern

Einer großen Beliebtheit unter Wassertrinkern erfreuen sich sogenannte „Infusionen“ oder auch das „Infused Water“. So werden Getränke auf Basis von Wasser bezeichnet, in die für eine längere Zeit Obststücke, Kräuter, Gemüsewürfel oder Gewürze eingelegt werden. Man muss also nichts weiter tun, als die Fruchtstücke oder Kräuter in eine Wasserflasche zu geben, Leitungswasser aufzufüllen und die Flasche in den Kühlschrank zu stellen. Durch die mehrstündige Ziehzeit – im Idealfall über Nacht – nimmt das Wasser immer mehr vom Aroma der Früchte oder Kräuter an. So erhält man am Ende Wasser mit Geschmack, das dennoch frei von Kalorien und Zucker ist. Die Intensität der „Infusionen“ kann dabei jeder selbst bestimmen: Je mehr Früchte ins Wasser gegeben werden und je länger sie ziehen, desto aromatischer wird das fertige Getränk. Einige Aromen lösen sich besonders gut aus den Zutaten, wenn heißes Wasser aufgefüllt wird. Dann ähnelt die Zubereitung der „Infusion“ einem normalen Teeaufguss. Zum Abkühlen kommt das Getränk dann einfach wieder in den Kühlschrank, wo es noch länger ziehen kann.

Wenig Kalorien, viel Geschmack

Das „Infused Water“ hat den Vorteil, dass es zwar aromatisch und keineswegs fad schmeckt, aber dennoch kaum Kalorien hat. Es ist frei von zusätzlichem Zucker und kommt auch ohne zugesetzte Aromen aus, die sich in handelsüblichen Tees oft finden. Zudem lassen sich die „Infusionen“ nach Belieben noch variieren und beispielsweise mit ungesüßtem Kokoswasser oder Zitronensaft ergänzen. So erhält das Wasser noch mehr Geschmack. Im Allgemeinen werden „Infusionen“ mit stillem Wasser zubereitet. Einfaches Leitungswasser stellt dabei die günstigste Alternative dar. Man kann aber auch zusätzlich einen Wassersprudler kaufen, um das Leitungswasser mit Kohlensäure zu versetzen. Dann ist es möglich, auch sprudelnde „Infusionen“ kostengünstig und ohne viel Aufwand selber herzustellen.

Welche Hilfsmittel sind für die Zubereitung notwendig?

Für die Zubereitung solcher „Infusionen“ und anderer Trinkkreationen auf Basis von Leitungswasser benötigt man lediglich eine Wasserkaraffe. Das Team von livingo.de schreibt dazu: „Mit einer Wasserkaraffe auf dem Tisch vermitteln Sie Ihrem Besuch, dass Sie bei der Vorbereitung wirklich an alles gedacht und bis ins kleinste Detail geplant haben.“ Zur Herstellung der beliebten „Infusionen“ ist eine Glaskaraffe daher ebenso die beste Wahl wie zum Mixen von Schorlen und Limonaden. Sie sieht nicht nur edel aus, es gibt zudem viele Modelle, die direkt über einen Einsatz für Kräuter, Früchte und Beeren verfügen. Dann bleiben die festen Bestandteile beim Ausgießen in der Karaffe zurück. Wichtig: Die Karaffe sollte über einen Deckel verfügen, damit Sprudelwasser seine Kohlensäure behält und andere Gerüche und Aromen aus dem Kühlschrank den Geschmack der „Infusion“ nicht beeinträchtigen.

Welche Zutaten eignen sich besonders gut?

Prinzipiell darf in eine „Infusion“ jede Zutat, die dem persönlichen Geschmack entspricht. Es gibt aber einige Zutaten, die sich besonders gut eignen. Dazu gehört eindeutig die erfrischende Minze. Einfach eine Vierteltasse Pfefferminzblätter hacken und in einer mit Wasser aufgefüllten Karaffe über Nacht ziehen lassen. Nach Belieben können auch noch eine halbe Tasse Erdbeerscheiben und eine in Scheiben geschnittene Orange hinzugegeben werden. Aber Vorsicht: Wer Früchte oder Gemüsesorten, bei denen die Schale normalerweise nicht mit verzehrt wird, trotzdem mitsamt Schale in der „Infusion“ verwenden möchte, sollte wegen der Pestizid-Belastung auf Bio-Qualität zurückgreifen. Das gilt gerade für Orangen und Zitronen. Des Weiteren können Melonenstücke – Wassermelonen sind ebenso geeignet wie Honigmelonen und andere Sorten – oder auch Kiwis in einer Wasserkaraffe für ein außergewöhnliches Geschmackserlebnis sorgen.

5.10.2017 - Kategorie: Allgemein, Leitungswasser -

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